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Richard Serra
Lemgo Vectors

Richard Serra beschreibt das Projekt in seinem Entwurf mit drei Sätzen: "Drei geschmiedete Blöcke auf gleicher Geländehöhe zu plazieren. Ihre vordere Kante weist in die Richtung der steilsten Neigung. Die oberen Flächen sind einander waagerecht angeglichen.“ Richard Serras grundsätzlicher Gedanke ist: “Ich möchte Räume konstruieren, die uns ein wenig mehr davon erfahren lassen, wer wir sind, damit wir alle anders werden können, als wir sind.“

Zeichnung zu Lemgo Vectors von R. Serra
Foto Dirk Reinartz


Silke v. Berswordt-Wallrabe schreibt hierzu im Buch "Richard Serra Lemgo Vectors“ (Auszüge):

Landschaft und Werk

Wenn man sich dem offenen, jederzeit zugänglichen Gelände des STAFF Landschaftsparks aus der Alten Hansestadt Lemgo kommend nähert, schiebt sich plötzlich, mit jedem Schritt größer werdend, ein schwer wirkender, fast kubischer Block ins Blickfeld, der wie selbstverständlich und doch ganz unerwartet aus einer Anhöhe hervorzuwachsen scheint. Läßt man nun den Blick über die weite, in sanften Hügelschwüngen daliegende Landschaft streifen, erkennt man in einigen hundert Metern Abstand zwei weitere, dem zuerst gesehenen offenbar gleichartige Blöcke.
Richard Serra
Foto Dirk Reinartz
Sie stehen in einem zunächst noch nicht genau ersichtlichen, wohl aber deutlich spürbaren Verhältnis zueinander und bilden, trotz der relativ weiten Entfernung voneinander und ohne materiell miteinander verknüpft zu sein, eine Art Kraftfeld. Obwohl die drei annähernd würfelförmigen Blöcke weder das Gelände dominieren noch monumental wirken, haben sie doch eine enorme Präsenz und ziehen die Aufmerksamkeit eines Betrachters beharrlich auf sich. Als prägnante Setzung im Landschaftsraum regen sie dazu an, diesen von Block zu Block gehend zu durchschreiten. Mit jedem weiteren Schritt, von jedem neuen Standpunkt aus erschließen sich dabei neue Bezüge der Blöcke untereinander, der Blöcke zur Landschaft sowie der Landschaft und der Blöcke zum gehenden und sehenden Betrachter. Steigen und Fallen, Öffnen und Verdichten des Raumes werden in einer Intensität erfahrbar, die ohne die Skulptur kaum vorstellbar wäre.

Im gehenden Nachvollzug läßt sich das der Skulptur zugrundeliegende Prinzip im wahren Wortsinn Schritt für Schritt verstehen: Die drei geschmiedeten Blöcke aus wetterfestem Stahl, jeweils 121 cm breit wie tief und 138 cm hoch sowie etwa sechzehn Tonnen schwer, sind auf einem imaginären, annähernd gleichschenkligen Dreieck auf einer gemeinsamen Höhenlinie angeordnet. Die obere Fläche eines jeden Blockes ist dabei exakt waagerecht ausgerichtet, so daß man theoretisch eine riesige Platte auf die drei Skulpturenelemente legen könnte, die - in einem solchen gedanklichen Experiment - eine gleichmäßig horizontale Ebene inmitten der Hügellandschaft bilden würde.

Elemente aus Lemgo Vectors (orange), Höhenlinie (gelb)
Karte Büro Drecker, ergänzt um Höhenlinie

In dem hügeligen Gelände, das im wesentlichen durch unregelmäßige, in teils jähen, teils sanften Schwüngen steigende und fallende Linien und Flächen charakterisiert ist, werden die Blöcke in ihrer strengen geometrischen Form zu Anhaltspunkten, bei denen der Blick des Betrachters, ähnlich wie sonst am Horizont, Vergewisserung sucht. Paradoxerweise stellen die drei Skulpturenelemente im Zusammenspiel mit der Landschaft die Wahrnehmung jedoch zunächst in Frage. Zum einen läßt sich von vielen Standpunkten aus die Höhe der einzelnen Skulpturenelemente nicht sicher bestimmen. So wirkt beispielsweise der am weitesten westlich auf einer Hügelkuppe positionierte, sich mit seinen Konturen scharf vor dem Himmel abzeichnende Block von vielen Stellen aus deutlich höher als etwa der weiter östlich liegende Block, der, von Feldgehölzen umgeben, aus dem unteren Bereich einer relativ steil ansteigenden Blumenwiese hervorzuwachsen bzw. in ihr zu versinken scheint. Zum anderen scheint im Zusammenhang mit den Unebenheiten des Geländes der Unterschied zwischen horizontalen bzw. vertikalen und schräg verlaufenden Linien je nach Standort nicht mehr sicher bestimmbar. Die waagerechten Oberkanten der Blöcke wirken inmitten der mit unterschiedlich ausgeprägtem Gefälle in alle Richtungen auseinanderstrebenden Linien des Geländes nicht mehr eindeutig horizontal, sondern, je nach Blickpunkt, einmal mehr und einmal weniger geneigt, jedoch nie fixierbar.

Schematische Darstellung der Lemgo Vectors (Blöcke schwarz) 
Grafik Gerhard Wellmer
Bewegt man sich im Landschafts- und Skulpturenraum, so lassen sich erstaunliche Unterschiede zwischen der Fern- und Nahsicht der einzelnen Elemente feststellen. Aus einiger Entfernung sind es vor allem die Flächen bzw. die geraden Konturlinien der Stahlblöcke, die in ihrem irritierenden Zusammenwirken mit den unregelmäßigen Profillinien des Geländes die Wahrnehmung bestimmen. Je mehr man sich jedoch einem der geschmiedeten Blöcke nähert, um so stärker nimmt man ihn in seiner wuchtigen Schwere und Massivität als Körper wahr, dem man sich selbst körperlich konfrontiert. Da die Skulpturenelemente ohne Sockel auf demselben Boden wie der Betrachter stehen, entwickelt sich zwischen Werk und Betrachter ein unmittelbares Verhältnis. Dabei zeigt sich, daß die Dimensionen der Blöcke auf die menschliche Augenhöhe bezogen sind. Die Skulpturenelemente stellen sich einem Betrachter nicht als Sichtbarrieren in den Weg, sondern erlauben es einem durchschnittlich großen Menschen, über jeweils einen Block hinwegschauend den Skulpturen-Landschafts-Raum zu überblicken.

Element aus Lemgo Vectors im Mai 1999
Foto Teda Wellmer

Erst in unmittelbarer Gegenüberstellung und mit Bezug auf den eigenen Körper läßt sich erkennen, daß die obere Fläche des quaderförmigen Blockes exakt waagerecht ausgerichtet ist und die Seitenkanten somit genau senkrecht verlaufen. Die zuvor erlebte Verunsicherung des Blickes ist wesentlich dadurch bedingt, daß die schweren Stahlblöcke, um exakt horizontale und auf einer gemeinsamen Höhenlinie liegende Oberkanten auszubilden, nicht mit ihrer gesamten Standfläche auf dem unebenen Boden stehen, sondern zum Teil in die hügeligen Wiesenflächen versenkt sind, so daß jeweils mindestens eine vertikale Kante und der untere Bereich der Seitenflächen teilweise verdeckt sind. Die tatsächliche, gleichmäßig geometrische Form der Blöcke vervollständigt sich somit erst in der Vorstellung des Betrachters, der zumindest einige Kanten und Flächen der Blöcke unverdeckt sehen kann. Eine solche, zur Orientierung im Alltag ständig notwendige Leistung scheint angesichts der zuvor Schritt für Schritt erfahrenen Irritation des Blickes plötzlich nicht mehr selbstverständlich, sondern stellt sich als Ergebnis eines vielschichtigen Wahrnehmungsprozesses dar. Während die Nahsicht die Möglichkeit bietet, sich der aufrechtstehenden Rechtwinkligkeit jeweils eines der Blöcke zu vergewissern, bleibt diese für die jeweils anderen beiden, nun aus der Ferne gesehenen Elemente ungewiß. Von Block zu Block gehend erfährt man somit eine Diskrepanz zwischen dem im Moment Gesehenen und dem zuvor Erfahrenen, bereits Gewußten, wodurch der jeweilige Augenblick in großer Eindringlichkeit als bedeutsam erlebbar wird. Mit jedem weiteren Schritt, mit jeder Wendung des Blickes ergeben sich neue, jeweils einzigartige Ansichten, die das gerade im Moment Gesehene als nur eine von zahllosen Möglichkeiten erkennen und das zuvor Gesehene kaum noch in allen Einzelheiten erinnern lassen. Während bei einer traditionellen gegenständlichen Skulptur, etwa einem Reiterstandbild, bereits wenige Blicke genügen, um sich in der Vorstellung des Betrachters zu einem festumrissenen Gesamtbild zu fügen, bleibt bei Serras Lemgo Vectors die jeweilige Ansicht zwar nicht beziehungslos, wohl aber eigenwertig neben den vorhergehenden und folgenden Ansichten bestehen. Diese Vielzahl prinzipiell gleichwertiger Erscheinungsbilder, die aufeinanderfolgen, ohne sich zu einer allein gültigen Gesamtansicht zusammenzufügen, ist um so erstaunlicher, als der Skulptur eine an sich einfache Konstellation aus drei gleichen, geometrisch geformten Elementen zugrunde liegt. Der in sich geschlossenen, faßbaren Würfelgestalt der einzelnen Elemente steht somit die Unabgeschlossenheit beziehungsweise Unabschließbarkeit der Wahrnehmung des skulpturalen Ensembles in der Landschaft gegenüber.

Element aus Lemgo Vectors im Juni 1999
Foto Teda Wellmer
Die Eigenständigkeit der jeweiligen Erscheinungsbilder der Skulptur ist wesentlich dadurch bedingt, daß die Skulptur, anders als ein traditionelles bildhauerisches Werk, keine definierte Vorder- oder Rückansicht bietet und somit ihrem Betrachter auch keinen privilegierten oder gar idealen Standort zuweist. Wer sich in dem skulpturalen Raum bewegt, folgt daher auch keinem durch das Werk vorgegebenen Weg, sondern kann und muß, auf die eigene Urteils- und Entscheidungsfähigkeit angewiesen, seinen jeweiligen Standort und die Richtung, in der er sich weiterbewegt, selbst bestimmen. Dadurch eröffnet die Skulptur dem Betrachter die Möglichkeit, sich selbst als bewegliches Zentrum des Werkes zu begreifen, durch dessen aktive Wahrnehmung sich die Skulptur erst zu einem sinnvollen Ganzen fügt. Auf diese Weise ermöglicht die Skulptur nicht zuletzt auch ein Erlebnis von Freiheit, denn jeder einzelne Betrachterstandpunkt läßt sich als frei gewählt und individuell erlebbar verstehen. Dieses Erlebnis von Freiheit kann mit einem gesteigerten Bewußtsein für die persönlich zu tragende Verantwortung, die in jeder neuen Entscheidung liegt, einhergehen. Darüber hinaus vermittelt sich dem Betrachter durch die kumulative, sich nach und nach verdichtende Erfahrung des Werkes nicht nur ein intensives Verhältnis zu dem Raum, den er durchschreitet, sondern auch zu der Zeit, in der er das Zusammenwirken von Landschaft und Skulptur wahrnimmt. Zeit wird dabei nicht in meditativer Versunkenheit, sondern als Moment erhöhter Konzentration spürbar. Indem man Zeit als Verdichtung erlebt, wird die eigene Präsenz im Sinne von "gerade jetzt hier sein“ spürbar.


Schmieden

Schmiedevorgang
Foto Teda Wellmer
In der ehemaligen Henrichshütte in Hattingen wurden im Januar 1998 die drei Blöcke für Lemgo Vectors geschmiedet. Der Vorgang des Schmiedens bedingt ein hohes Maß an handwerklich-technischem Können, Präzision und Geduld. Für die drei Skulpturenelemente wurde zunächst ein etwa achtzig Tonnen schwerer Rohblock aus Gußstahl gleichmäßig auf eine Temperatur von etwa 1.200 Grad Celsius erhitzt. Der rotglühende, erst bei einer derart hohen Temperatur ohne größere Bruchgefahr verformbare zylindrische Rohblock wurde dann unter einer 8.000-Tonnen-Schmiedepresse mit enormem Druck von einer Höhe von etwa 3,50 m auf 1,80 m gestaucht, um anschließend in den ersten Schmiedeschritten unter mehrfachem Drehen in die Grobform eines Quaders gebracht zu werden.

Drehen der Grobform
Foto Dirk Reinartz
Stauchung in der Schmiedepresse
Foto Dirk Reinartz

Im Laufe dieser bereits mehrere Stunden dauernden Verformungen bereits abgekühlt, mußte der hochlegierte Rohblock danach zum erneuten Aufwärmen in den Ofen. Erst einen Tag später konnte er weiter bearbeitet werden, wobei es nun darum ging, den Block in vielen Arbeitsschritten langsam auf das gewünschte Seitenmaß von 121 cm zu bringen und dabei vor allem die Kanten gerade und gleichmäßig, mit einer maximalen Toleranz von 5-10 mm, herauszuarbeiten. Wiederum einen Tag später, inzwischen auf circa 700 Grad Celsius abgekühlt, wurde der lange Quader mit Hilfe einer Gasflamme in drei gleich große Elemente geteilt und der Anpackzapfen abgetrennt.
Teilung des Quaders mit einer Gasflamme
Foto Dirk Reinartz
Nachdem die drei Blöcke an diesen gebrannten und den daran angrenzenden Seiten wiederum aufgewärmt wurden, konnten die Kanten in einem weiteren Schmiedegang nochmals bearbeitet und die Blöcke auf ihr endgültiges Maß gebracht werden.


Biographie

Die Biographie ist dem Katalog Richard Serra Lemgo Vectors von 1999 entnommen.

1939  Geboren am 2. November in San Francisco.

1957-1961 Studium an der University of California in Berkeley und Santa Barbara. Abschluß als Bachelor of Arts in englischer Literatur.

1961-1964 Studium an der Yale University in New Haven/Connecticut. Abschluß als Bachelor of Arts und Magister of Arts. Zusammenarbeit mit Josef Albers an dessen Buch The Interaction of Color (1963). Kontakt zu Künstlern der New York School: Philip Guston, Robert Rauschenberg, Ad Reinhardt und Frank Stella.

1964-1965 Einjähriger Paris-Aufenthalt mit einem Stipendium der Yale University. Lernt Philip Glass kennen.

1966  Einjähriger Aufenthalt in Florenz mit einem Fulbright-Stipendium.Erste Einzelausstellung in der Galleria La Salita in Rom. Reisen nach Spanien und Nordafrika. Zieht nach New York.

1967  Beginnt, Werke aus Gummi und Neonröhren herzustellen. Lernt Carl Andre, Liza Bear, Eva Hesse, Nancy Holt, Jasper Johns, Joan Jonas, Donald Judd, Philip Leider, Bruce Nauman, Steve Reich, Robert Smithson und Michael Snow kennen.

1968-1969 Beginn der Zusammenarbeit mit der Leo Castelli Gallery, New York. Schafft Werke aus geschmolzenem und gegossenem Blei (Splashings und Castings). Austellung von Lead Rolls und Lead Props im Solomon R. Guggenheim Museum in New York. Erste Studiofilme und erste Linienzeichnungen. Beginnt, mit CorTen-Stahl zu arbeiten: Erarbeitet mit Unterstützung des Los Angeles County Museum of Art die Scullcracker-Serie auf dem Gelände der Kaiser Steel Corporation in Fontana, Kalifornien. Erste großformatige Werke aus Stahl für Innenräume. Zusammenarbeit mit Joan Jonas in den Bereichen Video, Film und Performance. Erste Einzelausstellung in den USA im Castelli Warehouse, New York. Führt Splash Piece: Casting im Atelier von Jasper Johns in New York aus.

1970  Reise nach Japan. Teilnahme an der Biennale von Tokyo. Installiert To Encircle Base Plate Hexagram, Right Angles Inverted im Ueno-Park in Tokyo. Arbeitet in Kyoto. Erhält ein Guggenheim Stipendium. Installiert To Encircle Base Plate Hexagram, Right Angles Inverted in einer Straße in der Bronx, New York. Beginnt mit Pulitzer Piece. Stepped Elevations in St. Louis und Shift in King City, Kanada, die Arbeit mit großformatigen Landschaftsskulpturen.

1971  Erste schwarze Leinwandzeichnungen. Während der Sommermonate erstmals Arbeitsaufenthalte in Nova Scotia, Kanada.

1972  Ausstellung von Circuit auf der documenta 5 in Kassel.

1975  Skulpturenpreis der Skowhegan School of Painting and Sculpture. Beginn der Zusammenarbeit mit Alexander v. Berswordt- Wallrabe von der Galerie m Bochum.

1977  Ausstellung von Zeichnungen im Stedelijk Museum, Amsterdam. Realisiert in der Henrichshütte der Hattinger Thyssen-Stahl-werke Berlin Block for Charlie Chaplin, eine Skulptur aus geschmiedetem Stahl für die Nationalgalerie in Berlin. Installation von Terminal auf der documenta 6.

1979  Erhält von der General Services Administration (GSA) den Auftrag für eine ortsspezifische Skulptur auf der Federal Plaza in New York. Dreht zusammen mit Clara Weyergraf den Film Steelmill/Stahlwerk in der Henrichshütte in Hattingen. Kampagne der CDU im Landtagswahlkampf gegen die Installation von Terminal in Bochum.

1980  St. John's Rotary Arc und T.W.U. werden in New York aufgebaut. Installation der Landschaftsskulptur Open Field Vertical/Horizontal Elevations in Riehen bei Basel.

1981  Installation von Tilted Arc auf der Federal Plaza in New York. Heirat mit Clara Weyergraf. Erhält den Kaiserring der Stadt Goslar und installiert dort die Skulptur Gedenkstätte.

1983  Ehrenmitglied der Bezalel Academy in Jerusalem. Aufenthalt in Japan. Im Rahmen einer Einzelausstellung im Centre Pompidou Installation von Clara-Clara in den Tuilerien in Paris. Installation von Fassbinder im Westfälischen Landesmuseum in Münster.

1984  Installation von La Palmera, einer Skulptur aus zwei Betonkurven, in Barcelona, sowie von Slat in La Défense bei Paris und Sean's Spiral in Dublin.

1985  Installation von Clara-Clara auf dem Square de Choisy in Paris. Aufbau von Carnegie vor dem Museum of Art des Carnegie Institute in Pittsburgh. Erhält die Carnegie-Medaille.

1986  Retrospektive im Museum of Modern Art, New York. Realisation von Olson und Call me Ishmael. Installiert die innenraumbezogene Skulptur Equal Parallel: Guernica-Bengasi im Centro de Arte Reina Sofia in Madrid. Installation der Landschaftsskulptur Porten i Slugten im Park des Louisiana Museum in Humlebæk bei Kopenhagen.

1987  Aufbau der Skulptur Berlin Junction vor dem Martin-Gropius-Bau, die 1988 auf Dauer vor der Berliner Philharmonie von Hans Scharoun installiert wird. Realisiert Street Level und Spiral Sections für die documenta 8. Arbeit an einer Reihe von flachen Wall Props. Ausstellung Sieben Räume - Sieben Skulpturen im Lenbachaus in München, das alle ausgestellten Skulpturen erwirbt.

1988  Installation der geschmiedeten Rundplastik One im Park des Rijksmuseum Kröller-Müller in Otterlo, Niederlande. Realisation der Skulptur Maillart Extended an den beiden Enden der Grandfey-Eisenbahnbrücke zwischen Bern und Fribourg, Schweiz.

1989  Zerstörung von Tilted Arc durch die amerikanische Bundesregierung. Installation der Vertikalskulptur Axis vor der von Philip Johnson erbauten Kunsthalle in Bielefeld. Circuit IlI wird in einem Raum von Situation Kunst, einem Teil der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum, auf Dauer installiert. Installation von Standing Stones, einer landschaftsbezogenen Skulptur aus Granitblöcken, im Des Moines Art Center in lowa. Zusammenarbeit mit Min Tanaka für eine Tanz-Performance an der Pariser Opéra Comique (Premiere September 1990).


1990  Errichtet Stacks im Yale University Museum. Installiert im Rahmen von Einzelausstellungen The Hours of the Day im Kunsthaus Zürich und Threats of hell im CAPC Musée d'art contemporain in Bordeaux. Errichtet Afangar auf der Insel Videy bei Reykjavik, Island.

1991  Erhält in Duisburg den Wilhelm-Lehmbruck- Preis für Skulptur. Installation von Octagon for St. Eloi vor der Kirche St. Martin in Chagnv, Frankreich. Auftrag für eine Skulptur im US Holocaust Memorial in Washington DC. Installation von Schunnemonk Fork im Storm King Art Center in Mountainville, New York.

1992  Ausstellung von Weight und Measure, einer innenraumbezogenen Skulptur aus zwei geschmiedeten Blöcken, in der Tate Gallery in London. Retrospektive im Centro de Arte Reina Sofia in Madrid. Installation von Intersection auf dem Theaterplatz in Basel. Ausstellung von Running Arcs (for John Cage) in der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf. Realisiert The Drowned and the Saved für die Synagoge in Stommeln bei Köln. Die Stadt Hamburg erwirbt T.W.U. (installiert vor den Deichtorhallen). Realisation von Gutter Splash, Two Corner Cast in der De Pont Stichting in Tilburg, Niederlande. Installation von Torque auf dem Campus der Universität Saarbrücken sowie von Greenpoint für die Universität von Nebraska in Lincoln. Preis des Sculpture Center, New York.

1993  Installation von La Mormaire Elevations bei Paris.

1994  The Hours of the.Day wird auf Dauer im Bonnefantenmuseum Maastricht installiert.

1996  Installation von Exchange auf dem Plateau Kirchberg in Luxemburg. Realisation von Sea Level, einer Landschaftsskulptur aus Betonelementen, in Zeewolde, Niederlande. Installation von CrottorfElevations (for Hermann Hatzfeldt) im Schloßpark von Crottof sowie von Dialogue with Johann Conrad Schlaun vor dem Rüschhaus in Münster. Realisation der Splashing-Skulptur Measurements of Time (Seeing is Believing) für die Galerie der Gegenwart der Hamburger Kunsthalle.

1997  The Drowned and the Saved wird auf Dauer in der Kirchenruine St. Kolumba in Köln installiert. Installation der Kurvenskulptur Snake im von Frank 0. Gehry entworfenen Guggenheim-Museum in Bilbao. Ausstellung von Torqued Ellipses im Dia Center for the Arts, New York.

1998  Installation von
Walter Bergmeier,
Richard Serra

Foto Teda Wellmer
Lemgo Vectors (Elevations for Walter) im STAFF Landschaftspark. Einzelausstellung im MOCA Museum of Contemporary Art in Los Angeles. Installation der Skulptur Bramme (für das Ruhrgebiet) auf der von Richard Serra zuvor gestalteten Schurenbachhalde in Essen.

1999 Einzelausstellung im Guggenheim Museum in Bilbao, Spanien.


Für weitere Hinweise zur Biographie sowie eine Liste der Einzel- und Gruppenausstellungen und eine detaillierte Bibliographie siehe:
Richard Serra. Props, hrsg. vom Wilhelm Lehmbruck Museum Duisburg, Düsseldorf 1994.
Richard Serra. Sculpture 1985-1998, The Museum of Contemporary Art, Los Angeles 1998.

 

Katalog: Richard Serra Lemgo Vectors

Einband des Kataloges
Foto Dirk Reinartz
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Richard Serra Lemgo Vectors,
Herausgegeben von der STAFF STIFTUNG LEMGO
Richter Verlag, 119 Seiten, gebunden,
(zum Selbstkostenpreis von 30 Euro)

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