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Obstwiese und Hecken

Obstanbau hat in der Region Lippe eine lange Tradition. Bereits in den Jahren 1786 und 1799 erließen Lippische Regenten Verordnungen zum Obstanbau. Vor etwa hundert Jahren erreichte der Obstanbau seine größte Bedeutung. Streuobstwiesen mit verschiedenen Obstsorten prägten früher fast jede Hofstelle.

Apfelblüte im Mai und mit Holzwolle gefüllter Tontopf, der schädlingsbekämpfenden Tieren eine Behausung bietet
Foto Volker Hense

Mit dem Aufkommen des wirtschaftlicheren Niederstamm- Plantagenobstbaus seit den 50er Jahren ging die Bedeutung der heimischen Obstwiesen zur Versorgung der Bevölkerung allmählich zurück. Das Wissen über die Sorten und die Pflege ging dabei ebenfalls verloren. Die Anbaugebiete konzentrierten sich nur noch auf wenige Obstbaugebiete. Erschwerend kam hinzu, daß nach einer EG-Verordnung von 1969 in Westfalen und Lippe 37.500 Obstbäume gefällt wurden. Waren um 1900 in Deutschland noch ca. tausend Apfelsorten bekannt, so beschränkt sich das heutige Marktangebot auf einige wenige.

Apfelblüte 
Foto Volker Hense
Gemeiner Schneeball
Foto Teda Wellmer

Auf drei Streuobstwiesen im STAFF Landschaftspark wurden alte Sorten wieder angepflanzt, die vor 1900 im Handel waren. Diese Wiesen sind nicht nur ein kulturelles Landschaftselement, sondern bieten mit ihren alten und knorrigen Bäumen vielen Tierarten Nahrung und Unterkunft.

Mispeln
Foto Teda Wellmer
Wildrosenhecke
Foto Teda Wellmer

Neben den Streuobstwiesen waren auch Hecken Bestandteil des Landschaftsbildes. Für Tiere sind sie als Schutz, aber auch als Ort, um Nahrung zu finden, besonders wichtig. Im Landschaftspark wurden ergänzend zu den Obstwiesen Hecken angepflanzt, damit die ursprüngliche Vegetation der Region in möglichst vielen Aspekten wieder aufgegriffen wird.

 

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